5 Geheimnisse, was man in Kambodscha machen kann

Wenn du nach Kambodscha reist wirst, wirst du natürlich die berühmten Tempel von Angkor Wat in Siem Reap sehen wollen. Außerdem wirst du die Hauptstadt Phnom Penh besuchen und dir den Königspalast ansehen. Es gibt aber noch viele unbekannte Orte zu entdecken. Wir sagen dir, was man in Kambodscha machen kann. 

1. Schau dir Architektur in Phnom Penh an

Es gibt nicht mehr viele Gebäude des einstigen Stararchitekten Vann Molyvann. Er hat das Olympic Stadium entworfen und das berühmte Chaktomouk Theater sowie das Independence Monument. Beide kannst du immer noch noch sehen. Er arbeitete direkt unter dem König Sihanouk in der goldenen Periode Kambodschas zwischen 1955 und 1970, in der die Stadt zur Perle Südostasiens wurde. Er begründet auch die Neue kambodschanische Architektur, die noch heute eine Inspiration für viele Architekten und auch Künstler ist. Ein Einblick wie Phnom Penh in den 60er Jahren aussah gibt dieses Video. Ein weiteres Highlight in der Architektur ist der Central Market. Du kannst ihn dir auch auf Google Maps einmal von oben anschauen und wirst sehen, wie seine Arme in alle Himmelsrichtungen reichen. Er wurde 1937 erbaut und war damals das größte Marktgebäude in Asian. Es ist eine der bekanntesten Art Deco Gebäude in Asien und ein Muss auf der Liste was man in Kambodscha machen kann.

2. Moderne Kunst in Kambodscha

Als Reisender wirst du eine Menge über die Vergangenheit Kambodschas lernen, vor allem die Zeit des Khmer Reiches und die traurige Khmer Rouge Periode. Aber es gibt auch interessante Entwicklungen in der Gegenwart, und ganz oben steht die Kunst. Einige Künstler haben sich von den Fesseln der alten Vorschriften befreit und versuchen neue Wege zu gehen. Einer ist Vannak Khun, ein Photograph und Performance Künstler, der schon in Tokyo seine Werke präsentiert hat. Du kannst ihn in seinem Studio in Phnom Penh besuchen und zusammen eine typisch kambodschanische Mahlzeit genießen. Er wird dir seine Werke zeigen und erklären, was sie bedeuten. Wenn Dich Tanz interessiert, dann kannst du dir in Phnom Penh die Vorstellungen von Silverbell an schauen, eine kambodschanische Tanzgruppe, die modernen Tanz aufführt und ebenfalls ein Highlight is, was man in Kambodscha machen kann. In Siem Reap gibt es die New Cambodian Artists, die ebenfalls modernen Tanz aufführen. Hervorragende Kunst kannst du auch in Galerien sehen, zum Beispiel Theams Haus in Siem Reap, Tribe Gallery in Siem Reap, Sangker Gallery und Romcheik 5 Artspace & Café in Battambang sowie Kbach Gallery und DinArt Gallery in Phnom Penh.

Künstler Vannak Khun und Thomas Wanhoff bei der Ausstellungseröffnung in Siem Reap.

3. Essen wie zu Hause

Die kambodschanische Küche ist nicht sehr bekannt, die meisten Reisenden kennen die Gerichte Amok und Lok Lak, aber nicht viel mehr. Dabei hat die Küche der kambodschanischen Könige sogar die thailändische Küche beeinflusst, und hat selbst auch indische Wurzeln. Kambodschanisches Essen ist nicht so scharf, weil es zu Zeiten des Khmer Reiches noch keine Chili gab – sie wurden erst später aus Südamerika eingeführt. Viele Gerichte aus der Zeit der alten Khmer werden heute noch in Familien gekocht. Es ist ein einmaliges Erlebnis, zu einer Familie nach Hause zu gehen und zusammen eine typisch kambodschanische Mahlzeit zu kochen. Du wirst wie zu Hause kochen, in einer typisch einheimischen Küche, die zum Teil sogar außerhalb des Hauses ist. Bei Dine With The Locals kannst du aus 15 verschiedenen Gastfamilien in Siem Reap, Phnom Penh, Battambang und Banteay Meanchey auswählen. Jede Familie hat ihre eigenen Gerichte und Rezepte und wenn du wissen willst, was man in Kambodscha machen kann, dann ist es auf jeden Fall ein Besuch einer Familie. Außerdem kannst du der Familie helfen, zusätzlich Geld zu verdienen.

4. Was man in Kambodscha machen kann: Das Hinterland erkunden

Die besten Erfahrungen macht man als Reisender, wenn man ein wenig die klassische Route verlässt und neue Wege erkundet. Wenn du von Phnom Penh nach Siem Reap reisen willst, kannst du zum Beispiel einen Stop in Kampong Thom machen, Es gibt dort Gästehäuser oder das günstige, aber recht gute Glorious Hotel. Hier kannst du einige weniger bekannte Tempel wie den Prasat Andet, Prasat Kuhak Nokor  oder Sambo Preykuk anschauen. Zum entspannen kannst du Rast am The Prey Pros machen. Das ist ein echter Geheimtip was man in Kambodscha machen kann. Die Dorfbewohner haben hier an einem See eine Touristenattraktion aufgebaut, die vor allem von Einheimischen besucht wird. Unter der Woche ist es eher ruhig und du kannst wunderbar die Natur genießen und dich mit dem Besitzern von Essenständen unterhalten. Wenn du über Battambang nach Siem Reap fahren möchtest, kannst du in Kampong Chnang Halt machen. Die Stadt ist recht klein, liegt aber wunderschön am Tonle Sap River. Besteige den Phnom Kong Rei  und genieße die Aussicht auf die Umgebung. Gehe zum Markt und probieren die Gerichte dort, vor allem die gebackenen Süßigkeiten.

5. Per Rad durch die Dörfer

Wir sind keine großen Freunde von geführten Touren, deswegen bieten wir auch keine Reiseführer bei Dine With The Locals an. Wir glauben dass es besser ist, auf eigene Faust die Umgebung zu erkunden. Deshalb empfehlen wir, einfach ein Fahrrad zu nehmen und auf eigene Faust lostzuradeln. In Phnom Penh kannst du dich und dein Rad mit dem Tuktuk zur Koh Dach Halbinsel fahren lassen und diese dann auf zwei Rädern erkunden. Eine andere Tour führt zum Tonle Bati, ein beliebter See südlich von Phnom Penh. Versuche die Hauptstraßen zu vermeiden, und benutze Google Maps. Hier sind auch kleine Straßen und Wege eingetragen. In Battambang kannst du die Stadt von Norden nach Süden durchfahren, bis hin zum Phnom Sampov. Wenn Du etwas ganz besonderes, was man in Kamboschda machen kann erleben willst, besuchst du unseren Host Panha Yem. Sie hat einen organischen Garten und baut ihr Gemüse selbst an. Sie ist auch ein Umweltaktivist und erklärt Schülern und Studenten, wie sie auf Plastik verzichten können. Du wirst mit ihr zusammen ein leckeres Essen kochen und gemeinsam einnehmen und dann wird sie dich auf eine tolle Tour durch ihre Dorf mitnehmen. Ein unvergessliches Erlebnis. 

Wenn du noch Fragen hast, was man in Kambodscha machen kann, schicke uns einfach eine Email oder kontaktiere uns über Whatsapp oder Facebook. Wir helfen gerne

Urlaubreisen: Es geht um die Erfahrungen

Wir leben im Zeitalter der Bucketlists und Instagram-fähige Orte. Auf Reisen dauert ein Moment solange wie der Upload ins soziale Netzwerk. Selbst in entlegenen Gegenden haben wir eine Highspeed-Internetverbindung.

Und dennoch suchen wir Entschleunigung. Der Unterschied zwischen dem Touristen und dem Reisenden ist, dass sich letzterer Zeit nimmt. Reisende wollen Menschen kennenlernen, Orte entdecken, suchen das Neue und Ungewöhnliche. Reisende wollen Erfahrungen machen, die authentisch sind. Reisende wollen mit Menschen in Kontakt kommen, Beziehungen aufbauen, Kontakte knüpfen.  Reisende bringen nicht nur Bilder nach Hause, sondern neue Freundschaften und Erinnerungen.

Wir erinnern uns an Menschen und was wir gemeinsam gemacht haben, wie hier bei Sareth in Kambodscha.

Bilder und Menschen bilden die Erinnerungen

Wenn immer wir selbst reisen, sind es die Menschen, die uns in Erinnerung bleiben. Der Tourguide in Buthan, der uns mit nach Hause nahm. Der Hotelbesitzer in Kathmandu, der als Umweltschützer Karriere machte. Die DJ in Japan, die selten Tokyo in ihrem Club gesehen hat. Die Studentin in Vietnam, die gerne bunte Kleider trug.

Wir wollen Menschen in Kambodscha mit Reisenden verbinden. Wenn Sie zu unseren Hosts kommen, buchen Sie nicht Mittag- oder Abendessen. Sie buchen eine außergewöhnliche Erfahrung, die dem Touristen verborgen bleibt. Wir geben Ihnen Raum und Zeit, mit unseren Gastfamilien ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu kochen und zu essen. 

Essen und Kochen in Kambodscha

Eine gemeinsame Mahlzeit ist in allen Kulturen der Welt der erste Weg zum Kontakt zwischen Menschen. Essen verbindet und ist gleichzeitig ein Anknüpfungspunkt für ein Austausch der Kulturen. Wir hatten in Kambodscha Gäste aus Indien, aus Taiwan, aus Amerika und aus Deutschland und vielen anderen Ländern. Viele Gäste tauschten ihre Facebook-Adresse mit den Familien aus, manche gingen nach dem Essen noch gemeinsam aus oder genossen den Blick auf die Dächer von Phnom Penh. 

Vannarith empfängt Gäste in ihrem Haus in Siem Reap. Gemeinsam wird gekocht, gegessen und der Garten bestaunt.

Wenn Sie nach Kambodscha oder Vietnam kommen, bieten wir Ihnen eine wirklich authentische Erfahrung an. Jeder unserer Gastgeber kocht nicht nur leckeres einheimisches Essen mit Ihnen, sondern führt sie auch in die Kultur und Lebensweise ein. Wir haben ehemalige Apsara-Tänzer, Bio-Landwirte, Seiden-Produzenten und moderne Künstler. Unsere Gastgeber sind sorgfältig ausgewählt, damit wir Ihnen ein exklusives Erlebnis bieten können. 

Der World Food Day

Am 16.  Oktober wird der World Food Day gefeiert. Er erinnert an die Gründung der FAO, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen, die an diesem Tag im Jahr 1945 stattfand. Die FAO ist zuständig für Ernährung und Landwirtschaft. 

Heute wird der Tag auch vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen gefeiert. Der World Food Day soll auf eine richtige Ernährung aufmerksam machen, aber auch auf das immer noch bestehende Problem der Mangelernährung in Kambodscha.

Leckere Kambodschanische Gerichte

Jedes Jahr gibt es ein Motto, unter dem der World Food Day steht, in diesem Jahr ist es “Eine gesunde Ernährung in einer Welt ohne Hunger”. Damit soll auf die Probleme der Mangelernährung aufmerksam gemacht werden, die es auch in Kambodscha gibt.

Während in Kambodscha Hunger immer weniger wird, ist das Problem der Mangelernährung noch immer vorhanden. Studien zeigen dass kambodschanische Kinder zu langsam wachsen und für ihr Alter untergewichtig sind. Gerade in den ländlichen Regionen ist eine ausgewogene Ernährung schwierig, in weiten Teilen aber auch unbekannt. Kinder lernen sehr früh dass Reis den Magen voll macht und am billigsten ist. Sie essen recht wenig Gemüse und Obst, und Protein gibt es noch seltener, weil Fleisch und Fisch teuer sind. 

Hinzu kommt, dass die Fische im Tonlesap-See immer kleiner werden, und der See auch in der Trockenzeit immer weiter schrumpft. Überfischung, vor allem von jungen Fischen, bei einer gleichzeitig immer noch wachsenden Bevölkerung ist ein großes Problem.

Dabei ist die kambodschanische Küche durchaus gesund. Sie bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Gemüse und Fleisch, und bietet auch Kohlenhydrate. Die vielen Samlor-Suppen sorgen dafür, dass man ausreichend Flüssigkeit und auch Mineralien bekommt. Landestypische Gerichte und Zutaten wie der Prahok wurden eigens erfunden, um Protein auch über den Winter und die Trockenzeit  haltbar zu machen.

Wir erklären unseren Gastgebern wie man am besten kocht.

Unsere Host-Familien sollen über unser Angebot auch dazu angeregt werden, wieder mehr vollständige Gerichte zu kochen. Wir wollen ihnen dabei helfen, Essen als eine gemeinsame Tätigkeit zu verstehen, wie es eigentlich einst der Fall war. Außerdem klären wir sie über eine gute Ernährung für Kinder auf, was eine Herausforderung ist, wenn man gleich um die Ecke billige Süßigkeiten kaufen kann. 

Als Gäste können Sie auch einen Beitrag leisten, indem Sie unsere Gastfamilien für das Kochen loben und auch fragen, was sie jeden Tag essen. Wenn Sie Ihnen freundlich erklären, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist – selbst wenn sie es mit wenigen Worten und mit Händen und Füßen machen – dass ist das eine kleiner Schritt zur Verbesserung.

Essen von Straßenständen in Kambodscha

Die kleinen Gerichte die man sich an Straßenständen in Bangkok kaufen kann, haben Streetfood weltberühmt gemacht. Auch in Kambodscha gibt es in jeder Stadt kleine Stände, die meistens ein oder zwei Gerichte produzieren. Manche aber haben auch ein ganzes Buffet zur Auswahl.

Frau Hong Ginlai lässt Gäste von Dine With The Locals hinter die Kulissen ihres Straßenrestaurants in Siem Reap schauen.

Unterscheiden muss man zunächst einmal die Grillstände von denen, die gekochte Speisen verkaufen. Gegrillt wird alles was Fleisch ist, von Fischen über Hühner bis hin zu Fröschen und Ratten. Manche Geschäfte grillen eine halbe Kuh oder eine Schweinehälfte am Straßenrand. Das Fleisch wird dann direkt abgeschnitten und pro 100 Gramm berechnet. Außerdem bekommt man ein paar Kräuter und Weißkohl dazu. Eine andere Form der gegrillten Speisen sind kleine Stücke, wie Hühnerbeine und -flügel, Hühnerherzen und -füße oder einfach aus dem Stück geschnitten Scheiben Rind- oder Schweinefleisch. Oftmals ist das Fleisch mit Chili, Sojasauce und anderen Zutaten mariniert worden. Ratten und Frösche werden meistens im Ganzen auf den Grill gelegt. 

Gäste können beim Kochen der kambodschanischen Gerichte helfen und dann aus der großen Auswahl an Khmer-Speisen probieren.

Es gibt aber auch gekochte Speisen an der Straße zu kaufen, Die meisten Straßenstände haben auch ein paar Sitzmöglichkeiten. Nam Ban Chok ist eine Art Fishcurry, aber nicht scharf dafür mit reichlich Kokosnussmilch. Es wird mit Reisnudeln und vielen Kräutern serviert. In Kambodscha ist es ein klassisches Frühstücksgericht. Ähnlich gegessen wird auch das Khmer Curry, wie die meisten Curries eine milde Variante, trotz der roten Farbe. Klassisch wird es mit im Curry gekochten Huhn serviert. Die Reisnudelgerichte gibt es meistens nur zu bestimmten Uhrzeiten, in der Regel am Vormittag. Wenn sie ausverkauft sind, muss man am nächsten Tag wiederkommen. Es gibt auch sehr einheimische Delikatessen: In Battambang ist der absolute Geheimtipp ein kleiner Stand, der früh am Morgen Suppe mit Schweinehirn verkauft. Lecker sind auch die Pfannekuchen, die aber nicht süß sind.

Wie auch in Thailand haben sich in Kambodscha kleine Straßenrestaurants mit einem Buffet etabliert. Hier kann man entweder drei kleine Gerichte auswählen und bekommt sie mit Reis serviert oder aber ein Gericht mit einer großen Portion bestellen. Das Menü variiert von Tag zu Tag und hängt davon ab, was es am Markt gibt, aber auch von der Laune der meist weiblichen Köchinnen. 

Unser Gastgeber Hong Ginlai in Siem Reap betreibt so ein Straßenrestaurant. Ihre Spezialität sind das Samlor Ktis, Fisch- und Schweinehack mit Tamarind und Prahok sowie Samlor Kor Ko, eine Suppe mit Gemüse, Kreung-Paste und zu Pulver gestoßenem geröstetem Reis. Jeden Morgen fährt sie noch im Dunkeln zum Markt und kauft die Zutaten für ihre Gerichte. Einige Stände dort bereiten ihr die Waren schon vor, schneiden das Gemüse oder mischen die Paste für die Fischkuchen. Von sieben Uhr morgens an beginnt sie dann zu kochen, und spätesten um 9 Uhr stehen 15 verschiedene Gerichte bereit, die man auch zum Mitnehmen kaufen kann. 

Frau Hong Ginlai hat uns exklusiven Zugang zu ihrem Restaurant gegeben: Wer einmal selbst Essen an einem Straßenstand kochen will, kann hier das bei uns buchen. Los geht es um 8 Uhr, und nach dem Kochen wird gemeinsam ein Frühstück eingenommen. Unsere Mitarbeiterin Mealea erklärt den Gästen auch noch mehr über die kambodschanische Küche. 

Dine with the locals – now in Cambodia

It took me a year or so to find the right person, but then I met – through a friend – Sorida, and we both agreed to give Dine With The Locals a try. And that’s what it is:

We are connecting travelers with locals, through authentic food and experiences. Hosts can present their food menu, the location and themself on our platform, and gusts can choose and book an unforgettable experience with locals off the beaten track.

Cambodian food in Siem Reap

We have hosts in four cities in Cambodia so far, and more to come. If you don’t know where to eat in Siem Reap, we have a place. If you look for restaurants in Battambang – we have a host with organic vegetables. Interested in sustainable living? Visit Darin and Olivier on their farm in Banteay Meancheay. We even have an artist in Phnom Penh as a host.

The price is fixed, 20 USD for adult and 10 USD for children under 10 years. Booking is best a day in advance and we try to confirm within three hours.

Nicht Biohühner liken sondern kaufen

Irgendwie gibt es ein Missverhältnis zwischen Empörung und Handeln in Deutschland:
Bio-Produkte machen lediglich 4,4 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland aus (2015).
Den höchsten Bio-Anteil gab es in Dänemark mit 7,6 Prozent Umsatzanteil, gefolgt von der Schweiz mit 7,1 Prozent.

Bei Fleisch ist der Bio-Anteil noch geringer und liegt etwa bei Geflügel bei 0,7 Prozent, bei Schwein bei 1,2 Prozent und bei Rind bei 2,4 Prozent.

Vielleicht wäre eine Kampagne sinnvoller in der Menschen bei jedem Einkauf ein Foto hochladen, dass sie Bio gekauft haben. Mal sehen ob das dann auch 200.000 sind.

Hühnerbrust bei Aldi: 1.06 Euro / 100 g
Hühnerbrust bei Bioladen: 4 Euro/ 100 g

https://weact.campact.de/petitions/retten-sie-50-millionen-kuken?bucket=fb20161010

It’s been a while – und wie man Frauen an die Macht bekommt

Ja, ich blogge immer weniger und wenn dann drüben bei wanhoffs-thailand.blogspot.com und auf Englisch, weil das nunmal die Sprache ist, die ich am meisten spreche.
Heute mal was aus meiner schreiberischen Praxis, was mir aufgefallen ist. Drüben bei den Scienceblogs haben wir immer mal wieder die Diskussion aufkommen, ob man die männlich, weibliche Form nehmen soll, oder eine neutrale Version oder das dämliche große I. Ich denke, das ist nicht so wirklich wichtig.
Ich habe gerade eine Artikelserie über Angeln geschrieben, und da ging es unter anderem auch im Angelausflüge mit der Familie. Und da ist mir beim Schreiben aufgefallen, dass es schnell von der Hand geht zu sagen “Während Papa nach Fischen angelt, kann Mama mit den Kindern spielen gehen…”. Und ich dachte mir, woher weiß ich denn ob Mama nicht lieber angelt oder ob es vielleicht sogar zwei Mamas gibt oder zwei Papas.
Es fällt mit mittlerweile sehr leicht, genau diese Stereotypen zu vermeiden, aber ich achte eben auch darauf. Ich glaube diese Bilder prägen uns, nicht ob man Lehrer, Lehrende oder LehrerIn schreibt.
Bei Polygraph gab es einen interessanten Artikel darüber, wie oft Männer in Filmen einen Dialog haben und wie oft Frauen. Es ist erschreckend, wie sehr die Männer in Kinderfilmen wie Dschungelbuch, Monsters oder Toystory dominieren.
Ich habe bislang drei Filme gemacht und in allen hatten Frauen die Hauptrolle, in einem war sie alleinige Sprecherin, in einem die sprechende Hauptrolle neben einer weiteren Frau und einem Mann. Wir leben nicht Gleichberechtigung bei uns zu Hause, sondern wir leben Rollentausch. Es geht nicht darum, ob beide arbeiten und die Nanny sich um die Kinder kümmert. Es geht darum, ob Männer wirklich dazu bereit sind, zu Hause zu bleiben und damit klar zu kommen, dass die Frau die Kohle heim bringt. Wir machen das seit 9 Jahren.
Nur durch Taten können wir etwas ändern, und manchmal sind die so radikal dass man den guten Job in Berlin einfach sausen lässt und eine Woche später in Phnom Penh die Wohnung putzt und auf den Markt geht.
Ich glaube wirklich fest daran, dass es Aufgabe von uns Männern ist, Frauen an die Macht zu bringen. Jeder kann das selbst: Motiviert doch Eure Frauen, Karriere zu machen, was Neues auszuprobieren. Lasst die Frau mal das Auto kaufen und entscheiden, was es für einen Fernseher gibt. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die schon einen Unterschied machen. Es bedarf natürlich der Einsicht, dass wir Männer eigentlich immer Kontrolle und Macht haben wollen. Und deshalb befördern wir Frauen so selten, weil wir angst haben, sie nicht kontrollieren zu können. Getreu dem Motto: Wenn ich den Meyer zum Abteilungsleiter mache, wird er mir ewig dankbar sein. Eine Frau würde wahrscheinlich ein Lob aussprechen, dass ich eine kluge Entscheidung getroffen habe.
So, jetzt muss ich Mittagessen kochen. Für mich und meine Frau.
Bis später…

Frohe Weihnachten

Wishing everyone a ( ) Merry Christmas or ( ) Happy Holidays. After living 8 years in Asia, Christmas isn’t what it was when I was young. First, I am not young anymore. Second, no snow. Third, rest of the family is far away. But there are the memories, and I think what we like the most about Christmas is the good memories we have (we may have some bad too, but hey, think positive). So, enjoy the days with your family and/or friends and walk down memory lane. The picture shows indeed me when I was 2 or 3 years old.

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Bang Saen Beach bei Bangkok

Wer nach Bangkok kommt und mal eben schnell an den Strand will, dem sei unter der Woche Bang Saen in Chonburi empfohlen. Das ist gerade mal eine Stunde von Bangkok weg. Es ist ein sehr lokaler Strand, aber sehr sauber. Die meisten Restaurants haben keine englischsprachige Karte, aber hübsche Bilder. Ich würde ohnehin empfehlen sich etwas an den Buden zu holen, die am Strand sind. Vorsicht bei den Liegestühlen – die sind kostenpflichtig. Ich habe ein Schild gesehen auf dem 30 Baht pro Tag stand, was lokalen Preisen entspricht. Es gibt aber auch kleine Abschnitte an denen man sich einfach in den Sand setzen kann.

Weil der Strand so nah an Bangkok ist, fahren viele aus der Hauptstadt am Wochenende und an Feiertagen dort hin. Ich rate dringend davon ab, zu dieser Zeit dorthinzufahren – schon wegen des Verkehrs.

Bang Saen Beach
Bang Saen Beach

Bang Saen Beach
Bang Saen Beach

Bang Saen Beach
Bang Saen Beach

Es gibt keinen Grund, weniger Einwanderer zu fordern

Da ist man kaum mal acht Jahre weg und schon färben sich Teile Deutschlands braun. Dabei war der deutsche Herbst doch eigentlich vom Linksterrorismus gefärbt, der aber wohl in Rente gegangen ist. Es gibt kaum einen Beitrag zur Einwanderung auf Twitter oder Facebook (zumindest in meiner Timeline), auf den nicht Leute mit sowohl schlecht als auch rechten Argumenten versuchen zu beweisen, warum das Boot voll ist (meistens Leute aus dem Binnenland) oder die Grenzen löchrig (gerne auch solche, die in Ungarn durch den Zaun geschlüpft sind).

Heute las ich Belehrendes über Asyl und Migration. Das mag zwar technisch ein Unterschied sein, oder besser juristisch, aber ändert nichts an der Tatsache, dass es um Menschen geht, die alles, was sie haben, zurücklassen und sich eine neue Heimat suchen. Wir Deutschen sind da eigentlich ganz gut darin, schließlich haben wir maßgeblich zur Besiedelung Amerikas beigetragen. Gut, wir haben keinen Antrag gestellt, sondern das Aufkommen einer Asylantrags-Bürokratie der lokalen Bevölkerung mit Gewalt unterbinden können. Das funktionierte für eine Weile auch in einigen Ländern Afrikas, wo wir uns ebenfalls darin auszeichneten, möglichst wenig Integrationsfähigkeit zu zeigen.

Und dann sind ja auch noch die Ostdeutschen, die wohl nicht wirklich wegen der schöneren Wälder in den Westen kamen, so nach der Wende. Oder jene wie meine Großmutter, die in den letzten Kriegstagen aus dem damaligen deutschen Osten es soeben in den Westen geschafft hat.

Ich habe als Jugendlicher mit Asylanten aus Afghanistan gearbeitet, als es die Sowjets waren, die das Land zerbombten. Und mit Menschen aus Ethiopien, die immer noch besser Englisch sprachen als ich und viele meiner Freunde damals. Ich lebe seit 8 Jahren in Ländern, aus denen Menschen aus politischen und wirtschaftlichen Gründen fliehen mussten. Ich kenne viele Geschichten von Kambodschanern, Vietnamesen und Laoten, und weiss wie schwer es war, das Land zu verlassen.

Kein Flüchtling macht sich das einfach. Der gemeine Deutsche, der im Durchschnitt niemals mehr als 50 Kilometer von dem Ort lebt, in dem er aufgewachsen ist lebt, wird das nicht verstehen wollen. Aber er/sie soll sich einfach mal vorstellen, von heute auf morgen alle Ersparnisse aufzubrauchen, um auf einem schäbigen Rostkahn wochenlang auf dem Meer herumzuschippern, nur um dann von Grenzbeamten unfreundlich behandelt zu werden.

Nicht nur, dass Deutschland langsam die Deutschen ausgehen (selbst die Nazis kriegen wohl keinen mehr hoch), offenbar gehen dem Land der Ideen wohl auch die Ideen aus, wie und wo man neue Impulse bekommt. Ich habe in den Ländern hier mehr gelernt als in den Jahren in Deutschland zuvor. Es gibt nichts was einen Menschen mehr bereichert als der Austausch mit anderen Menschen. Das liegt in unserer Natur. Wir sind historisch gesehen Auswanderer und Migranten. Oder gar biologisch gesehen. Wem das nicht passt, der soll halt zurückgehen. Nach Afrika, wo wir herkommen.

Denk ich an Deutschland …

Ja, es wird ruhig hier. Als Lebensnachweis mal zwei Bilder, die Constantinos Catsoulis gemacht hat bei einem Filmshooting.

Thomas Wanhoff by Constantinos Catsoulis
Thomas Wanhoff by Constantinos Catsoulis

Thomas Wanhoff by Constantinos Catsoulis
Thomas Wanhoff by Constantinos Catsoulis

Vielleicht ist die Blogfrequenz auch ein Ausdruck wie sehr ich mich von Deutschland entferne. Ich schreibe fast nur auf Englisch und die beiden Podcasts sind irgendwie die einzigen deutschsprachigen Veröffentlichungen. Aber so ist das eben wenn man den Sprung ins Ausland gemacht hat.

Ich höre gerade den Deutschpop-Kanal bei Apple Music. Klingt irgendwie komisch weil ich das hier im normalen Radiomix natürlich nicht so höre, aber irgendwie auch vertraut. Deutschpop klingt immer nach Berlin für mich…

Mein Bruder hat neulich gefragt was ich denn weiß über Deutschland nach 8 Jahren im Ausland. Gute Frage. Ich bekomme schon noch die Highlights der Politik mit, weiß aber nicht wieviel eine Straßenmaut denn kostet. NSA und so finde ich schlimm, aber es wundert mich noch mehr, dass da keiner wirklich auf die Straße geht – oder besser gesagt, dass es kein Massen sind.

Seit ich ausgewandert bin, weiß ich glaube ich mehr was Deutsch sein ist, als vorher. Ich sehe Dinge in einem anderen, oft größerem Zusammenhang. Das führt mit sich dass Details manchmal verloren gehen. Aber Facebook und Twitter gegen mir schon noch ein ganz gutes Bild von Befindlichkeiten, zumindest der Leute denen ich folge. Ab und an verliere ich mich auch mal auf deutschen Medienseiten, aber in der Tat selten.

Hier noch ein paar Bilder von unserem Kurzbesuch in Laos:

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Ich vermiss immer noch nichts, außer ein paar Freunde und den Wald. Die Freundlichkeit vieler Leute hier ist einfach umwerfend. Ich hatte heute eine Unterhaltung mit Studenten aus Khon Kaen im Nordosten Thailands, die nicht nur begeistert waren, dass ich ihre Uni kenne, sondern auch dass ich gesagt habe, ihre Uni ist besser als viele in Bangkok. Schon allein weil diese Studenten Englisch sprachen, was andere beim gleichen Event nicht taten. Auf dem Rückweg strahlte mich eine S-Bahn-Security-Frau an und wollte sichergehen, dass ich den richtigen Zug nehme. Und dann schickte mir eine gute Freundin von uns aus Laos Fotos von sich – sie kann nicht lesen und schreiben und spricht auch keon Englisch, aber sie weiß wie man Facebook Messenger bedient, und so tauschen wir entweder Fotos und Sticker aus oder schicken Sprachnachrichten – letzteres ist übrigens weit verbreitet in Asien.

Und das erinnert mich wieder daran, als mein Bruder und ich als Kinder mit WalkieTalkies rumgelaufen sind und uns toll vorkamen – Vorsprung durch Technik, sozusagen..1980

Ein Blick in meinen Garten in Thailand

Wir leben ja in einem Compound, also einer Wohnanlage mit Einfamilienhäusern, Sicherheitsdienst, Clubhouse und Pool. Und ja, eine Mauer ist auch drum, die hält Einbrecher ab, aber auch Schlangen (gerade heute habe ich auf der anderen Seite der Mauer, wo ein Park ist, meine erste Kobra gesehen).

Zum Haus gehört ein kleiner Garten, und da ich schon in Laos ein wenig Nutzpflanzen angebaut habe, dachte ich ich kann das hier auch machen. Wir haben hier ein paar Blütenpflanzen, Stechpalme und so, aber ich dachte mehr kann nicht schaden. Deswegen eine kleine Bildergalerie.

Papaya fallen übrigens irgendwann um weil der Stamm morsch wird. Dann muss man neue pflanzen. Bananen vermehren sich über neue Triebe die irgendwann aus dem Boden kommen. Und beim Pflanzen immer auch mal nach oben kommen, meine erste Banane habe ich nämlich direkt unter der Satellitenschüssel gepflanzt, und irgendwann wurde das Bild schlecht, weil die Blätter den Empfänger verdeckt haben.

Pineapple
Aus dem Strunk einer Ananas

Changkok Manis
Changkok Manis
Haben wir aus Borneo mitgebracht. Schmeckt gut mit gebratenen Eiern.

Changkok Manis
Man nimmt nur die Blätter, schneidet den Stamm ab und steckt ihn wieder in den Boden.

MAngo

Mein kleiner Mangobaum, selbst gezogen

Papaya
Die ersten Papaya waren fertig, ich musste neue pflanzen

Junge Banane

Banana: Einmal hatte ich schon Früchte, das hier ist die “Enkelin” der ersten Pflanze

Kraut
Ich dachte eigentlich dass sei eine Spinatart, ist es wohl aber doch nicht. Jemand ne Ahnung?

Mein kleiner Chilli strauch
Mein kleiner Chillistrauch

Pak Liang
Pak Liang
Ein einheimisches Gewächs, man brät die Blätter mit Eiern und Shrimps.

Maniok

Ich habe aus Kao Yai einen Maniok-Stecken mitgenommen, in zwei geteilt und in die Erde gesteckt.

Bangkok Bilder und Geschichten

Als ich neulich durch die Straßen fuhr machte ich dieses Bild:

 

Das ist keine Ausnahme. Per Gesetz muss hier nur der Fahrer einen Helm tragen, was an sich schon schwachsinnig ist. Aber in diesem Fall hat das Fahrer auch noch feste Schuhe, eine Lederjacke und eine Jeans – alles was man als Fahrer eines solchen Motorrades haben sollte. Nur interessiert er sich nicht ums Wohlergehen des Kindes. Kein Helm, und man kann auch fragen ob solche Kinder überhaupt auf ein Motorrad gehören. Kinder mit Helm sind die Ausnahme, und viele, wenn nicht die meisten Thais hier, benutzen einen Helm nur wenn die Polizei kontrolliert.

Das Gefährt unten habe ich am gleichen Tag gesehen, ein umgebautes und sehr farbenreich gestaltetes Moped, dass jetzt ein Dreirad ist:

Mehr Bildergeschichten aus Bangkok

Meine Güte es ist ja schon März, der Februar ging aber schnell vorbei. Vorbei ist auch der kurze Winter hier, der uns angenehme 25 Grad gebracht hatte. Jetzt sind wir wieder bei 30-35 Grad tagsüber, wobei es morgens und abends noch kühler ist.

Bei uns um die Ecke hat die Bezirksverwaltung einen neuen Park eröffnet. Im Moment ist das vor allem ein Rundkurs für Jogger und Radler mit einem kleinen See in der Mitte, aber ich hoffe mal dass das noch etwas ansehnlicher wird. Der Rundkurs ist etwa 800 Meter lang, und ich nutze das, um mit dem Rad da morgens 11 Kilometer abzureißen. Hunde sind im Park nicht erlaubt, was natürlich die Straßenhunde nicht interessiert, die sich dort niedergelassen haben und wenigstens von Nachbarn gefüttert werden. Und noch eine Besonderheit: In Thailand wird morgens um 8 Uhr und abends um 18 Uhr die Nationalhymne gespielt. Da bleiben zumindest in Parks und an der BTS alle stehen und warten bis die Hymne vorbei ist. So auch in unserem Park, der nicht nur mit schicken solarbetriebenen LED-Lampen ausgestattet wurde, sondern auch mit den obligatorischen Lautsprechern. Denn nach der Hymne kommt das Communityradio, in dem die neusten Nachrichten aus Samrong Nuea verbreitet werden (veränderte Müllabfuhrzeiten, besondere Events, etc.)

Park in Samut Prakan Park in Samut Prakan

Die kleinen Häuser links sind übrigens von unserem Compound, aber unser Haus grenzt nicht direkt an den Park.

 

Park in Samut Prakan

Das nächste Bild zeigt BKK Scientifique, ein monatliches Treffen von Wissenschaftsinteressierten. Ich mache da die Social Media Sachen, also Facebook und Twitter accounts verwalten. Wir haben jeden letzten Mittwoch im Monat entweder einen Gastspeaker oder ein sogenanntes Social Event, wo wir uns Themen heraussuchen und mehr oder weniger frei diskutieren. Jedes Mal kommen knapp 50 Leute. Ich habe vor 3 Jahren da selbst mal über Podcasting und Wissenschaftskommunikation gesprochen.

 

BKK Scientifique

 

Immer wieder überraschend sind die Cafes, die neu aufmachen oder unentdeckt irgendwo schlummern. Das hier names Karkamet habe ich von einer dänischen Bekannten empfohlen bekommen. Es ist eingerichtet wie ein Gartenhaus, wenn auch sehr geräumig und gleich hinter der Emporium Shopping Mall gelegen. Schick heisst meist auch teuer, wobei der Kaffee mit 100 baht noch ok war und die Speisen so um die 250-300 baht lagen, das sind knapp 9 Euro.

 

Coffee shop behind Emporium

Eindrücke vom Standrand Bangkoks

Wen ich morgens meine Frau zur Bahn bringe, dann bin ich immer fasziniert vom Leben auf und an der Straße. Eigentlich ist Bangkok (und vor allem die Outskirts, wo wir wohnen) am interessantesten am frühen Morgen und abends. Tagsüber ist es heiß, die meisten bleiben zu Hause oder in den klimatisierten Büros. Aber sobald die Sonne sich senkt, so gegen 5 Uhr am nachmittag, erwacht die Stadt wieder.

Heute gibt es erst mal Bilder vom Leben am Morgen. Die Sonne geht im Moment so gegen 6 Uhr auf, und dan fahren die ersten auf die Arbeit, die kleinen Stände, die Essen verkaufen, legen das Fleisch auf den Grill und stellen die Töpfe mit Fertiggekochtem auf den Verkaufstisch. Arbeiter der Nachtschicht vermischen sich mit denen die zur Frühschicht gehen und die Angestellte der Büros machen sich auf den Weg zur Bahn.

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Arbeiter holen sich ein Frühstück nach der Nachtschicht, andere gehen gleich zur Arbeit.

 

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Diese Straßenhunde warten darauf, dass sie Futter bekommen. Eine Frau bringt ihnen jeden Tag Reis mit etwas Fleisch untergemischt. Sie sind wohlgenährt, vermehren sich aber zu viel und leider kümmert sich keiner um Impfungen oder Erkrankungen.

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Fast jede kleine Straße hat solche Stände, an denen Essen oder Gemüse verkauft wird.

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Diese Frau hat einen mobilen Shop, sie sitzt auf der Ladefläche von einem Pickup. Sie verkauft vor allem Gemüse, Fleisch und gefrorenen Fisch und Shrimps. Ihr Mann fährt den Wagen und ruft über Lautsprecher die Sonderangebote aus. Wer etwas kaufen möchte, winkt den Wagen einfach heran.

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Arbeiter einer Eisfabrik am Rande von Bangkok kaufen sich einen Snack. Sie haben gerade die Nachtschicht beendet. Die meiste dieser Arbeiter kommen aus Myanmar.

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Eine Frau gibt einem Mönch Almosen am Morgen am Rande eines Marktes, der Mönch spricht ein Gebet für sie. Das Ganze ist mehr ein gelerntes Ritual als tiefer Glauben, und man sieht es immer weniger. Die meisten Thais gehen nur noch an bestimmten Feiertagen in den Tempel um zu beten und Almosen zu geben. Und ja, gegeben wird vor allem weil man seine Sünden vergeben haben möchte (bzw. im Buddhismus auf ein besseres Leben hofft).

 

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Noch ein paar Straßenhunde: Die meisten Hunde haben eigentlich Angst vor Menschen, diese hier waren sehr neugierig und der im Vordergrund wollte gar nicht mehr weggehen. Ich habe hier noch niemals aggressive Hunde gesehen. Wer Angst hat vor Hunden und eine Meute kommt auf einen zu, sollte sehr bestimmt den Hunden sagen, wer der Boss ist und langsam aber bestimmt weitergehen. Schreien nutzt nichts und hektische Bewegungen auch nicht. Bestimmheit ist der Schlüssel zum Erfolg.

 

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Gegrilltes gehört wohl zum beliebtesten Essen in Thailand. Hier sind es Hühnerherzen, Fisch und Hühnerschenkel. Das Ganze wird dann noch zerhackt und in eine Tüte zusammen mit einem Spieß gepackt – so kann man es unterwegs essen ohne sich die Hände schmutzig zu machen.

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Ein Mann kehrt die Straße am Morgen. Jetzt in der Trockenzeit haben wir für mehrere Monate keinen Regen, und der Staub sammelt sich überall an. Die vielen Bauvorhaben tragen auch dazu bei. Hier im Süden wird ein Appartmenthaus nach dem anderen gebaut. Junge Thais aus der Mittelklasse ziehen entweder zusammen dort ein oder kaufen es als Wertanlage.

 

 

Eine kleine Fotostrecke aus Thailand: Unser Leben in Bangkok

Ich dachte ich poste einfach mal ein paar Fotos mit ein wenig Erläuterungen hier aus Thailand. Bangkok is ja mehr als nur Palast und Nightlife (beides sehen wir eher selten), und deswegen mal ein paar Einblicke in unser Leben hier.

Bangkok hat viele Biergärten und so genannte Community malls. Das sind kleine Einkaufszentren die meistens in den Untergeschossen der Hochhäuser untergebracht sind. Der W District an der BTS Station Prakanong ist der Place to Go hier. Ganz nett, aber mir gefällt der Biergarten bei On Nut besser.
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Nicht weit von uns ist Bangkrachao, die grüne Oase Bangkoks, und dort gibt es unter anderem die Siamese Fighting Fish gallery. Im wesentlichen sind das eine Menge Gläser mit Fischen drin, aber die Anglage ist sehr nett und man kann dort auch campen und Hochzeiten feiern.
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Ein wenig Hundecontent muss auch sein: Yoda schaut durch den Zaun weil er hofft eine Katze zu sehen.
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Wir vermissen nicht wirklich deutsches Essen, aber manchmal muss ein Frühstück doch so sein wie damals in Deutschland. Wir bekommen hier um die Ecke lecke Mohnbrötchen und Laugenbrezeln.

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Über Neujahr war Kounila, eine gute Freundin von uns aus Kambodscha (die uns auch schon in Laos besucht hat) mit ihrer Familie in Bangkok. Wir haben zusammen ins neue Jahr gefeiert und waren am 2 Januar zusammen im Central Embassy Eathai food court essen.

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Dieser Parcour is eigentlich ein Ziegenstall. Wir haben im beim Bang Nam Pheung Markt in Bangkrachao gesehen. Dort kann man die Ziegen füttern und Ziegenmilch kaufen. Leider machen sie keinen Käse aus der Milch.
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Uns zum Schluss noch Puna, unser Dreibein. Sie kann gut laufen mit drei Beinen, ist aber manchmal etwas faul (das Bild zeigt sie in unseren Compound.)
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Kleiner Ausflug nach Kanchanaburi

Ich habe drüben beim Wissenschaftspodcast geschrieben ich poste hier ein paar Bilder von unserem Ausflug nach Kanchanaburi. Dort befindet sich nicht nur ein Nationalpark, sondern auch die Reste der Thai-Burma-Railway. Die Bahnstrecke ist berühmt geworden durch den Film “Die Brücke am River Kwai” und die Greueltaten die dort geschahen. Über 100.000 Menschen starben durch die Zwangsarbeit, die meisten davon asiatische Zwangsarbeiter, die anderen alliierte Kriegsgefangene der Japaner. Tag und Nacht mussten die Männer Felsbrocken zerschlagen, bekamen kaum zu Essen und keine medizinische Versorgung. Die meisten starben an Unterernährung, Erschöpfung und Krankheiten wie Malaria.

Nataly und ich an der River Kwai Brücke
Nataly und ich an der River Kwai Brücke

River Kwai Brücke
River Kwai Brücke

Unser Zeltplatz
Unser Zeltplatz

Blick auf den Pool
Blick auf den Pool

Unser Zelt
Unser Zelt

Unser Pool
Unser Pool

Der River Kwaeo Noi
Der River Kwaeo Noi

Unser Zelt
Unser Zelt

Auf dem Fluss
Auf dem Fluss

Burmesische Mutter mit ihrem Kind.
Burmesische Mutter mit ihrem Kind.

Lawa Höhle
Lawa Höhle

Eine Bootsfahrt....
Eine Bootsfahrt….

Mittagessen. Mehr als reichlich. UNd lecker.
Mittagessen. Mehr als reichlich. UNd lecker.

Der Sai Yok Wasserfall.
Der Sai Yok Wasserfall.

Selfie Asien-Stil
Selfie Asien-Stil

Thais beim Baden
Thais beim Baden

Kautschuke Matten
Kautschuke Matten

Not too bad hier
Not too bad hier

Hellfire Pass
Hellfire Pass

Hellfire Pass
Hellfire Pass

Hellfire Pass
Hellfire Pass

Hellfire Pass
Hellfire Pass

Hellfire Pass
Hellfire Pass

Hellfire Pass
Hellfire Pass

Aussicht am Hellfire Pass
Aussicht am Hellfire Pass

Aussicht am Hellfire Pass
Aussicht am Hellfire Pass

ein Teil der Strecke wird noch befahren, hauptsächlich von Touristen
ein Teil der Strecke wird noch befahren, hauptsächlich von Touristen

Im Touriwagen.
Im Touriwagen.

Nichts hält mehr: Wenn sich Plastik einfach auflöst

Ich habe das dunkle Gefühl, dass Firmen, die Gebrauchsartikel herstellen, ein sich selbst zerstörendes Plastik erfunden haben. Es wird nach 2-3 Jahren klebrig und beginnt sich aufzulösen. Zuerst bemerkte ich das am Griff meiner Canon 350 D. Sie hat so einen Gummigriff der es einfacher macht, die Kamera fest zu halten. Heute kann ich diesen Teil der Kamera nicht mehr berühren ohne eine klebrige Masse am Finger zu haben. Als nächstes machten meine Birkenstock schlapp: Sie lösten sich einfach auf, die Sohle ging ab und das Leder löste sich vom Rest des Schuhs. Dann kamen meine Urban Ears Kopfhörer dran: Die komplette Beschichtung der Ohrmuscheln hat sich abgelöst, und der Lautstärkeregler ist ebenfalls klebrig geworden. Heute kam dann mein Schaumquirl dran: Auch er aus einem Gummiplastik gemacht, dass sich nun auflöst.

Am Wochenende habe ich neue Trekkingschuhe gekauft, von Fila. Das war mal eine gute Marke. Hier mal Fotos wie so ein Schuh heute verarbeitet ist.

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Ich vermute mal dass bestimmte Sorten Plastik, vor allem solche die Gummi imitieren (oder sogar welches beigemischt haben), Weichmacher beinhalten, die sich irgendwann selbstständig machen. Die Frage ist ob das ab Klima liegt: Ist es hier zu warm? Allerdings haben wir im Haus moderate Temperaturen, es könnte dann eher Luftfeuchtigkeit sein.

Naheliegend wäre in der Tat wenn seitens der Industrie schlicht weniger Qualität produziert wird. Gestern ist meine 13 Jahre alte sauteure WMF Pfeffermühle gebrochen, nach so langer Zeit kann das schon mal sein. Dass sich aber ein 4 Jahre altes Macbook Pro verabschiedet ist eine Sauerei. Ähnliches gilt für Mobiltelefone: Selbst wenn die Hardware halten sollte, machen immer neue Updates mit immer mehr Requirements es irgendwann unmöglich, das Gerät noch zu benutzen.

Damit werden wir weiter zu hilflosen Konsumenten gemacht, die nicht mal mehr Qualität bekommen, um sicherzustellen, dass wir kaufen kaufen kaufen. Natürlich braucht eine gesunde Wirtschaft Konsum, aber sie muss auch sicherstellen, dass die Konsumenten eine Zukunft haben. So wie wir derzeit mit Nullzinsen für Sparguthaben, aggressive Bankwerbung, zunehmend erhöhter Kaufdruck in eine bestimmte Richtung getrieben werden, kann das irgendwann nicht mehr gut gehen. Dann sind wir überschuldet wie die Amis und noch abhängiger.

Hier in Südostasien ist das schon der Fall: Jeder hat hier mehrere Kreditkarten die alle ausgereizt werden. 80 Prozent der Haushalte sind überschuldet, und es ist nicht abzusehen, dass Löhne signifikant steigen werden. Es hat sich zwar eine Mittelklasse herausgebildet, die aber ist schwach und konsumiert eine Menge, produziert aber wenig Einkommen. Länder wie Thailand sind in der Hand von wenigen Familien denen fast alle großen Firmen gehören und die entsprechend politischen Einfluss haben. Sie wollen und brauchen Konsumenten, die jeden verfügbaren Baht in den Konsum stecken oder in überteuerte Bauprojekte (hatten wir in Deutschland auch mal, die Steuersparmodelle mit Häusern in Berlin zu Beispiel).

Irgendwann wird diese schwache Mittelschicht kein Geld mehr haben, und dann werden soziale Unruhen kommen wie wir sie jetzt schon in Amerika sehen. Wie nervös die Mächtigen sind zeigt die Gewalt und Militarisierng der Polizei in den USA: es geht nicht mehr darum Demonstrationen zu begleiten, sie werden zerschlagen und unterdrückt. Die Beteiligung des Bürgers wird so weit zurückgedrängt wie möglich.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch die Gummiknüppel anfangen aufzulösen.

Zurück in Laos für ein paar Tage

Eigentlich hätte ich zum Barcamp in Laos sein sollen, aber die Verantwortlichen hatten das Ganze abgesagt. Ich hatte aber schon Hotel und Flug gebucht, als dachte ich mir, warum nicht ein paar Tage am Mekong ausspannen.

Es ist 1.5 Jahre her dass wir Laos verlassen haben und nach Thailand gezogen sind, ich war also gespannt was sich verändert hat.

Nicht viel. Ein paar neue Restaurants, am Mekong wird eines von vielen angekündigten Großprojektes gebaut (ich bzweifel immer noch dass die anderen jemals realisiert werden), und die Straße am Fluss is jetzt Einbahnstraße.

Was ich bemerkt habe ist dass ich jetzt nachdenken muss, wenn ich Laotisch sprechen will, weil ich erstmal automatisch Thai spreche (was für den Deutschen Lesern etwas komisch klingen mag). Aber mit ein wenig Übung komme wieder rein.

Wann immer man von einem Ort wegzieht fangen die Erinnerungen an, und diese sind immer etwas romantisch. Natürlich vermissen wir die Kleinstadtatmosphäre in Bangkok, aber wieder hier in Vientiane zeigt mir auch, dass eben viele Dinge nicht so dolle waren wie sie uns jetzt erscheinen mögen.

Es ist immer schön zurückzukommen in Städte in denen ich gelebt habe (Ausnahme ist Berlin). Ich fühle mich immer noch ein wenig zu Hause hier, und in Phnom Penh geht es mir genauso.

Trotzdem, ich lebe jetzt in Bangkok und das ist gut so. Hier und da mal ien paar Tage in Laos ist gut, aber eben dann doch auch nur Urlaub. ab und an hier arbeiten kann ich mir sogar vorstellen, aber drei Jahre hier leben waren erst einmal genug (wegen der Infrastruktur und dem politishen System, nicht wegen der Menschen, die hätte ich gerne mitgenommen)..

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Der Koh Tao Mord: Der Lackmustest fürs Militär

Es war ja auch in deutschen Medien zu lesen, dass es hier in Thailand einen Mord an zwei britischen Touristen gegeben hat. Die Tat fand auf Koh Tao statt und schnell verhaftete die Polizei zwei mutmaßliche Täter, zwei Burmesen.

Das Justizsystem in Thailand mag zwar auf dem Papier gut aussehen, die Realität ist aber, dass es sich um ein Drittweltland handelt, in dem die Polizei korrupt ist und internationale Standards fremd sind.

Deswegen dachte man wohl auch, man könne den Fall behandeln wie die meisten anderen: Schnell ein paar Schuldige finden, vielleicht sogar ihnen dafür Geld anbieten, und dann ist die Sache gegessen und wir sind alle wieder froh.

Ganz so einfach scheint es diesmal nicht zu sein. Zum einen verlangen die Familien der Opfer eine Aufklärung und nicht zwei Bauernopfer, zum anderen verhalten sich Polizei und Regierung sehr amateurhaft und verstricken sich permantent in Widersprüche.

Nun haben die Männer der Junta versprochen, die Korruption zu bekämpfen und das bisherige System zu verändern, in dem eben Seniorität und Eigeninteressen wichtiger waren als eine ordentliche Ernittlungsarbeit.

Es scheint schwer zu sein, das zu erfüllen. Erst hatte die Polizei gesagt, die Verdächtigen wollten keine Anwälte, und als sie dann doch welche bekamen, zogen sie ihre Geständnisse zurück und berichteten, sie seien gefoltert worden.

Normalerweise ist der Verhalten der Polizei so: Wenn irgendwelche einflussreiche Personen in den Fall verstrickt sind, sucht man sich Bauernopfer, denen man entweder Geld bietet (vor allem wenn es Burmesen sind und man die Botschaft ruhig stellen muss), oder man setzt sie so unter Druck, dass sie alles zugeben, was man hören will.

Dumm nur, dass jetzt sogar der britische Premierminister eine echte Aufklärung fordert und sogar Polizisten nach Thailand geschickt hat. Allzu viele Ausreden können sich die Behörden nicht mehr einfallen lassen, wollen sie nicht völlig ihr Gesicht verlieren.

Koh Tao wird zum Lackmustest für Thailand, ob es das bisherige System der Korruption, des Vertuschens und des Beschützens einflussreicher Personen beibehalten will oder ob es sich endlich in Richtung internationaler Standards weiterentwickelt.